Bilder von Sylvia Vandermeer im Pommernhus

   

Unsere Zeit neigt dazu, im Bereich der Malerei an erster Stelle auf die Form und Machart zu schauen. Und da werden weltweit erstaunliche Erfindungen präsentiert. So ist eine Gattung entstanden, bei der die Künstler an den Naturalismus der Holländer des 17. Jahrhundert anknüpfen, diesen bis zur Perfektion einer Fotografie steigern und uns mithilfe solcher handwerklichen Meisterschaft unsere Welt neu vor Augen führen – ein Fachkönnen, über das nach der Periode des Abstrakten und der künstlerischen Installation nur noch wenige verfügen. Die Wiener Professorin Sylvia Vandermeer steht da an der Spitze. In großformatigen Ölmalereien verblüfft sie den Betrachter mit der Intensität oft ganz alltäglicher Motive und lässt uns so unsere Welt neu und anders sehen. Doch es gelingt ihr auch, auf dies Weise Inhalte zu vermitteln, wobei sie fast unbemerkt ins Surreale hinüber wechselt. Nachdem die Künstlerin im vergangenen Jahr mit einigen solchen Bildern auf der InterArt- Ausstellung im Pommernhus von sich reden machte, ist es gelungen, sie hier während der Monate Oktober und November für eine eigene Ausstellung zu gewinnen. Ein für eine so kunstinteressierte und künstlerisch traditionsreiche Stadt wie Greifswald besonders interessantes Geschehen! Die Ausstellung dieser hochwertigen, intensiven Bilder wird am 24. Oktober um 19 Uhr im Beisein der Künstlerin eröffnet und dauert bis 25.11.2012

Helmut Maletzke

 


Das Wunder nebenan